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Q&A – Meine Schulzeit, mein Studium, der Beruf als Lehrerin uvm.

Endlich ist es so weit, ich habe ja noch nie ein Q&A gemacht und habe mir deshalb gedacht, dass es nun  Zeit dafür wird.

 

Ich habe versucht eure Fragen so gut es geht zu beantworten und gleich mehrere Fragen zusammengefasst. Ich würde mich auch freuen, wenn ihr euch anschließend vielleicht ein paar Minuten Zeit nehmt und mir eure Meinung dazu gebt 🙂

 

Wir war deine Schulzeit?

Ich bin leider nie gerne in die Schule gegangen, da ich als Kind große Komplexe wegen meinem Aussehen hatte. Ich war immer sehr schlank, weshalb mich andere oft ausgelacht oder gehänselt haben. Viele waren der Meinung ich sei Magersüchtig. Dieses Wort hat mich meine ganze Kindheit bis Jugend verfolgt. Ich habe mich nie gerne in den Vordergrund gedrängt, war sehr schüchtern und zurückhaltend. Das habe ich erst abgelegt, als ich nach Wien gekommen bin. Gerne kann ich dazu einmal einen Beitrag schreiben, denn das Thema “Mobbing” war ein Teil meines Großwerdens.

 

Welche Ausbildung hast du gemacht?

Nach meiner Matura in einem Realgymnasium mit dem Schwerpunkt Physik, bin ich an der privaten pädagogischen Hochschule der Diözese Linz gelandet. Eigentlich wusste ich nach meinem Abschluss nicht wirklich was ich machen sollte, etwas Soziales sollte es sein. Ich habe dann 3 Jahre studiert und mich in Wien beworben, ich wollte mein altes Leben hinter mir lassen.

 

Würdest du nochmals studieren und Lehrerin werden?

Wenn ich nochmals die Wahl hätte würde ich gerne im Social Media Bereich arbeiten. Nun dauert das Studium ja schon 5 Jahre, weshalb ich es schon nicht mehr machen würden 🙂 . Obwohl ich auch sagen muss, dass das Studium für mich einfacher war als das Gymnasium. Da ich ein sehr kreativer Mensch bin, habe ich mir beim Unterrichten sehr leicht getan. Ich habe andere Pläne in meinem Kopf, nach 8 Jahren steh ich momentan an und weiß nicht was die Zukunft so bringen wird.

 

Was ist das Schwierigste an deinem Beruf?

Da ich leider nie die Möglichkeit hatte als Begleitlehrerin arbeiten zu können, sondern gleich eine Klasse übernehmen musste, war mein Anfang nicht ganz einfach. Ich habe mir selbst viel beibringen müssen, da es doch einen großen Unterschied ausmacht ob man eine eigene Klasse führt oder nur ein paar Kinder für ein paar  Stunden unterrichtet. Viele Kolleginnen bewundern mich, da ich nicht immer einfache Kinder hatte und es trotzdem geschafft habe sie zu ” bändigen”.

Eigentlich sind ganz “normale” Dinge schwierig, wie einfach einmal das Klassenzimmer zu verlassen um auf die Toilette zu gehen oder ein Gespräch mit einer Kollegin zu führen ohne 10x dabei unterbrochen zu werden. Die Lautstärke zu verringern und es zu schaffen, dass Kinder konzentriert arbeiten. Leider wird immer mehr von einem Lehrer verlangt, was früher nicht war, dabei handelt es sich einfach um formelle Angelegenheiten: Protokolle schreiben, Fehlstunden in einem Onlineprogramm  eintragen, Emails beantworten, Kustodiate verwalten, Stammblätter ausfüllen uvm.

 

Bist du eine strenge Lehrerin?

Es ist schwer zu sagen ob man streng ist oder nicht. Ich bin natürlich darauf bedacht, dass Kinder wissen wie man sich benimmt.

Ich bin sehr strukturiert und ordentlich in meiner Arbeit und plane alles sehr genau. Es gibt bestimmte Lernphasen wo die Kinder auch frei arbeiten können, aber es gibt sogenannt Erarbeitungsstunden, an denen neue Themen selbstständig erarbeitet werden müssen. Die Kinder sind oft sehr unterschiedlich und müssen dort abgeholt werden wo sie stehen.

 

Wie stehst du zum Lehrerberuf?

Ich glaube, dass viele nicht wissen, wie viel Arbeit und Energie dahinter steckt. Manche denken sich einfach nur, dass wir 22 h pro Woche unterrichten und dann nach Hause gehen. Leider gibt es doch einen großen Unterschied ob ich jetzt 7h vor dem Computer sitze oder 7h lang 25 Kinder unterrichte. Zu Beginn war ich oft so müde, dass ich mich am Nachmittag hinlegen musste um Energie zu sammeln. Vor allem wenn man als Lehrer gesundheitlich angeschlagen ist, ist es oft doppelt so anstrengend. Es ist schon sehr viel was ein Lehrer leisten muss, er begleitet ein Kind 4 Jahre lang und prägt es in dieser Zeit sehr. Ich weiß von vielen Lehrerinnen, dass sie ihr Privatleben oft vernachlässigen und nur für die Kinder in der Klasse leben. Was meiner Meinung nach übertrieben ist.

 

Hast du eine beste Freundin oder ist das heutzutage unmöglich?

Ich bin ehrlich, ich habe mir immer schwer getan eine “beste Freundin” zu finden. Leider haben diese dann versucht so zu sein wie ich, mich quasi kopiert oder sogar dafür gehungert um so zu sein wie ich. Ich bin schon der Meinung, dass es schwierig ist eine beste Freundin zu finden, die deine Meinung teilt, auch wenn sie ganz anders ist als du.

Meine beste Freundin ist  meine Schwester, auch wenn wir uns nicht oft sehen. Zudem kann ich auch meine Kollegin Andrea als beste Freundin beschreiben. Sie unterstützt mich bei meinen Entscheidungen und ich weiß, dass sie immer für mich da ist. Wir verbringen zwar nicht viel Zeit miteinander, aber trotzdem wissen wir, dass wir uns haben und ich denke das ist das Wichtigste.

 

Wie bist du zum Bloggen gekommen? Gemeinsam mit deiner Schwester?

Wir haben beide einen Account bei IG gehabt,  aber nie wirklich daran gedacht einmal zu Bloggen. Da wir durch unseren Vater immer wieder in der Öffentlichkeit standen, hat es sich dann einfach so ergeben. Ich habe gemerkt das meine Followerzahl einfach stetig gestiegen ist und ich wollte meiner Community einfach einen abwechslungsreichen Feed bieten. Es macht mir einfach wahnsinnigen Spass und ist zu meiner Passion geworden.   Die Auszeichnung “Influencer des Jahres 2018” , war dann eine schöne Bestätigung für mich 🙂

Natürlich investiere ich viel Zeit, kreiere Bilder, bearbeite Mails, schreibe Beiträge, aber da es mir Spaß macht, mache ich es wahnsinnig gerne. Vor allem habe ich schon viele tolle Kunden und Kampagnen an Land gezogen, worauf ich doch sehr stolz bin.

 

Bist du in einer Beziehung?

Tja, diese Frage interessiert bestimmt viele. Ich habe lange überlegt ob ich auf diese Frage überhaupt eingehen soll. Es ist so, dass ich gewisse Dinge doch “privat” halte. Ob ich Single bin oder einen Partner habe, behalte ich für mich. Ich bin auch nicht der Mensch der einen Partner ständig in den Stories abknutscht und anderen zeigen würde wie verliebt ich bin. 😉 Privat bleibt privat.

 

Wie sieht deine Make Up Routine aus und welche Pflegeprodukte verwendest du?

Ich habe bei IGTV ein genaues Video dazu gemacht, wie ich mich im Alltag schminke. Ich verwende gerne die Produkte von Lancaster und Kiehls, da meine Haut sehr empfindlich ist, muss ich besonders darauf achten, welche Inhaltsstoffe im Produkt sind.

Lange habe ich auch Neriderm von der Apotheke verwendet, welche wirklich nur Feuchtigkeit spendet aber keine Parfumstoffe enthält.

Hier meine Lieblingsprodukte:

 

Wo lässt du deine Lippen machen? Wie läuft das ab?

Ich war schon bei einigen unterschiedlichen Ärzten. Ich kann Dr. Handle sehr empfehlen, ich war vor 2 Jahren bei ihm und habe mich dort sehr wohl gefühlt.

Du bekommst eine Betäubungscreme und anschließend geht die Behandlung auch schon los. Im Spiegel kannst du dann sehen was zu dir passt und wie viel du in deine Lippen haben möchtest. Ich würde zuerst immer weniger verwenden, da die Lippen anfangs geschwollen sind und jede Veränderung im Gesicht oft gleich erschreckend ist.

 

Wo kann man in Wien gute Gesichtsbehandlungen machen?

Ich war früher sehr gerne bei Dr. Wegrostek, für mich einer der besten Ärztinnen die ich kenne.  Nun bin ich bei Dr. Barbara Franz, auch dort bin ich sehr happy und habe einmal im Monat eine Gesichtsbehandlung bei ihr. Meine dunklen Flecken im Gesicht sind kaum noch zu erkennen und das schon nach ungefähr 4 Behandlungen.

 

Hast du schon einmal UNDER EYE Filler ausprobiert?

Nein ich habe mir nur einmal meine Wangen aufspritzen lassen, aber wirklich nur minimal. Ich war damals auch bei Dr. Handle und kann ihn da sehr empfehlen.

 

Dein Lieblingsrestaurant in Wien?

Ich habe so viele Lieblingsrestaurants in Wien, denn vor allem zum Wochenende genieße ich es mit meiner Familie dort zu verweilen.

Also meine derzeitigen Lieblingsrestaurants sind im 6. und 7 Bezirk (Ulrich, Erich, Figar, 25h Hotel, Tian Bistro, La Romana, Glacis Beisl,  Amerling Beisl, das Spittelberg, The Epos, Healthy Kitchen) aber auch im 1. Bezirk (Le Bol, Gerstner, Miznon,Figlmüller, Labstelle, Kleinod, Ferrari Cafe, Gulasch&Söhne)

 

 

 

Hier ein paar Eindrücke von meinem Klassenzimmer!

Regeln: Mir ist es wichtig, dass Kinder selbständig arbeiten. Ich habe dieses System entdeckt und finde es super, die Kinder geben ihre Arbeiten einfach ab, ich schaue kurz drüber und sollte etwas Verbessert werden, landet es im Verbesserungsfach. Die Kinder schauen selbst nach und verbessern ihre Fehler.

 

 

Lernwerkstatt: Ich arbeite gerne mit  Wochen- und Tagesplänen. Die Lernwerkstatt dient dazu, das Gelernte zu vertiefen und schnellere Kinder mit einem Lese/Lernspiel oder Rechenspiel zu “belohnen”. So vermeide ich ständiges kopieren von Arbeitsblättern. Materialvielfalt ist wichtig, aber nach ein paar Jahren hat man schon einiges gesammelt.

 

 

Englisch: Ich habe den Schwerpunkt Englisch gewählt,  dafür gibt es eine eigene Tafel wo die englischen Wörter die wir in der Woche lernen aufhänge werden, so visualisieren die Kinder auch täglich die gelernten Wörter.

 

Das Buch der Woche: Jeden Montag kommt ein neues Buch ins Regal, welches ich in der 1-2  Schulstufe während der Woche vorlese wenn sie brav waren. Ab der 3 -4 Schulstufe lesen Kinder nach ihrer erledigten Arbeit daran, oder das Buch wird am Ende der Woche vor der Klasse vorgelesen.

Frag doch mal die Maus: Habe ich seit dem neuen Jahr, jeden Tag wird eine Knobelaufgabe erledigt, die Kinder lieben es am PC nach der Lösung zu suchen.

Geburtstagskalender: Ich habe eine eigene Pinnwand, für die Geburtstagskärtchen. So weiß ich, wann wer als nächstes Geburtstag hat und kann so besser planen.

Perlenmaterial + Kopfhörer: Ich verwende gerne Montessori-Materialien, so wie das Perlenmaterial. In den letzten Jahren habe ich auch Kopfhörer für die Kinder besorgt, da es einige in der Klasse gibt, die durch jeden kleinen Laut abgelenkt werden. Sie verwenden diese gerne und können sich so besser auf ihre Arbeit konzentrieren.

Arbeitsblätter: Da jedes Kind unterschiedlich schnell arbeitet, musste ich noch mehr Material anbieten. Deshalb habe ich verschiedene Arbeitsblätter im Bereich Mathematik und Deutsch. Die Kinder können sich so eine zusätzliche Arbeit aussuchen und sollte ich einmal krank sein, gibt es genug Material für die Kinder.

Ausleihstation: Ich habe diese Ausleihstation mit meinem Opa gebastelt. So fragen Kinder nicht immer nach einer Schere, Buntstiften oder einem Kleber, sie gehen einfach zur Ausleihstation und stören so keinen anderen/e  Mitschüler/in.

 

 

Gesunde Jause: Jede Woche wird von der Stadt Wien frisches Obst oder Gemüse geliefert, anfangs haben die Kinder dies nicht wirklich wahrgenommen, vieles blieb übrig oder wurde sogar faul, deshalb gebe ich das Obst oder Gemüse in eine Schüssel neben dem Lehrertisch. Seitdem essen sie immer gleich alles auf.

Verantwortung übernehmen: Es gibt in der Klasse bestimmte Ämter (Aufgaben die die Kinder übernehmen müssen) Eine Aufgabe die jede Tischgruppe hat, ist sich um die Pflanze am Tisch zu kümmern. Sie lernen wie sie die Pflanze pflegen müssen und wie viel Wasser sie braucht. Jede Tischgruppe hat eine andere Pflanzenart. So lernen sie mehr Verantwortung zu übernehmen.

 

Tja nun habe ich euch hoffentlich einen Einblick geben können.

Ich freue mich auf eure Rückmeldungen und bin gespannt ob ihr vielleicht manche Äußerung mit mir teilt.

 

xx T.

 

10 Comments

  • U._Maria
    1 Jahr ago

    So ein schöner Beitrag, Da ich auch Lehrerin bin, freue ich ,mich immer, wenn du etwas von der Schule berichtest.
    Woher hast du denn die Folie für die Zusatzmaterialien? (Die auf dem Kleiderbügel hängen)
    Alles Liebe

    • tatjanakreuzmayr
      1 Jahr ago

      Danke das freut mich sehr.
      Die sind vom betzold verlag 🙂
      Und sehr praktisch 🙂

  • Melita
    1 Jahr ago

    Du bist so ein lieber Mensch! Zumindest wirkst du so 🙂 der Einblick in deinen Lehreralltag ist super!
    Allgemein finde ich es toll, dass du auch auf Instagram immer antwortest, wenn man dich was fragt und dir die Zeit nimmst, obwohl du noch einen Vollzeitjob hast.

    • tatjanakreuzmayr
      1 Jahr ago

      Hi, ja klar dafür nehme ich mir einfach gerne Zeit, danke das freut mich 🙂

  • Eva
    1 Jahr ago

    So eine tolle, einfühlsame, emphatische, kreative Lehrerin!! Wie liebevoll du deine Klasse gestalten hast ist beeindruckend. ❤️

    • tatjanakreuzmayr
      1 Jahr ago

      Oh vielen lieben Dank 🙂 sowas motiviert mich!

  • Theresa
    1 Jahr ago

    Liebe Tatjana!
    Ich bin von deiner Gestaltung im Klassenzimmer geflasht. Man merkt wie viel Mühe und Arbeit du hinein steckst. Alles ist so schön gestaltet und toll geordnet.
    Ich würde mich noch über weitere Beiträges dieser Art freuen!
    Lg Theresa

    • tatjanakreuzmayr
      1 Jahr ago

      Das stimmt, ich stehe viel Arbeit hinein und freue mich wirklich sehr sowas zu lesen. Vielen Dank Glg

  • Eveline
    1 Jahr ago

    Also ich bin zwar keine Lehrerin und studier auch nicht auf Lehramt, aber ich bin massivst beeindruckt, wieviel du da in die Materialien und Ideen an Zeit und Kreativität reinsteckst! 😀 das ist ja der Wahnsinn! Sehr cool! Sogar die Ausleihstation ist farblich perfekt abgestimmt und geordnet 😉 man merkt, du denkst dir was dabei, wenn du den Kindern eine Pflanze zur Pflege gibst und sie dann auch wiedermal selbstständig arbeiten lässt. Wirklich, Hut ab! 🙂

    • tatjanakreuzmayr
      1 Jahr ago

      Hi, danke das freut mich sehr. Ja ich gebe mein Bestes 🙂 Danke danke danke 🙂

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